20. Juni 2026: Nazi-Störaktionen gegen die Marzahn Pride
Am Samstag, dem 20. Juni 2026, fand die 7. Marzahn-Pride statt. Bei bestem Wetter fanden sich mehrere hundert Menschen aus Marzahn-Hellersdorf und darüber hinaus am S-Bhf. Springpfuhl ein, um für ihre Rechte und Sichtbarkeit auf die Straße zu gehen.

(sitzend v.l.n.r.: "John", Mandy Gietz, Jason Hammerstein, "Jeremy" / stehend Mitte: "Luca Sabransky, rechts: Sean)
Wie schon im letzten Jahr hatten Neonazis Störungen im Umfeld angekündigt. Im letzten Jahr hatten etwa 60 Neonazis an den Störaktionen in Marzahn teilgenommen, angeleitet von der Nazigruppierung "Deutsche Jugend voran" (DJV). In diesem Jahr mobilisierte lediglich die Nazigruppe "Deutsche Patrioten voran" (DPV) nach Hellersdorf. Es kam nur deren Kerntruppe, bestehend aus Mandy Gietz, Jason Hammerstein, Luca Sabransky, "Jeremy", "John" und Sean.
Sie hielten sich eine Weile gegenüber der Pride im Kreuzungsbereich Allee der Kosmonauten / Helene-Weigel-Platz auf, bevor sie eine Polizeikette bekamen. Bei dem Versuch, zur Tram zu gelangen, wurden sie festgesetzt, kontrolliert und schließlich mit einem Platzverweis für das Gebiet der Pride belegt.
Vier der sechs Neonazis setzten sich anschließend über den Platzverweis hinweg und wurden deshalb in die GESA gebracht. Eine Störung für die Pride konnten sie nicht umsetzen.
Störend waren auch in diesem Jahr vor allem rechte Streamer*innen am Rande der Pride, die versuchten, die Teilnehmenden abzufilmen und zu provozieren. Mit dabei waren Sebastian Schmidtke von der Neonazipartei "Die Heimat" und Stephan Bölhke (ebenfalls früher "Die Heimat" und "Pro Deutschland") sowie zwei weibliche Streamer*innen. Versuche, sie von der Demo abzuschirmen wurden teilweise aggressiv von der Polizei unterbunden.
Informationen zu der Truppe können an recherche_pankow@systemli.org gesendet werden.
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