Dossier: "Deutsche Heimat Voran" (früher "Königs Wusterhausen Verteidigen")

30. August 2026 | Gast


Die drei KWV/DHV-Neonazis

Die "Deutsche Heimat Voran" (DHV) ist eine Neonazi-Mikro-Gruppierung aus Berlin/Brandenburg, bestehend aus weniger als einer handvoll Personen. Zunächst nannten sich die 2-3 jungen Personen "Königs-Wusterhausen Verteidigen" (KWV). Mit diesem Label besprühten sie im Juli 2026 die Büros der Grünen und Linken in Berlin-Charlottenburg, wo sie auch ein großes Hakenkreuz hinterließen. Bei der Störaktion des Berliner CSD am 25. Juli 2026 war neben DPV und "Jägertruppe" auch eine Person von KWV bzw. DHV anwesend und landete in einer Polizeimaßnahme.


links: KWV-Neonazi vor einem von ihm geschmierten Hakenkreuz in Charlottenburg, rechts: zwei bekannte KWV/DHV-Neonazis

Nachdem auch ihr "Stützpunktleiter" staatliche Repression erfuhr, verkündete der verbliebene Rest eine Auflösung der "bisherigen Organisationsstruktur" und forderte "Freiheit für D". Die Social Media-Aktivitäten der Gruppe bestanden zu dieser Zeit zu großen Teilen aus Hitler-Bildern. Kurz danach erfolgte die Umbenennung. Zudem existierte ein "KWV Mädelsbund", der inzwischen in "DHV Mädels" umbenannt wurde und offenkundig nur aus einer Person besteht. Er trat bisher jedoch nicht über Social Media hinaus in Erscheinung.


Social Media-Posting mit NS-Verherrlichung 

Die "DHV" ist zu bewerten wie andere Mikro-Labels der letzten Jahre, die sich um wenige Jungfaschos zentrieren: Dabei reiten Einzelpersonen mit Selbstdarstellungsdrang auf der Welle der extrem rechten jugendkulturellen Bewegung. Sie machen sich Social Media und KI zu Nutze, um sich als größere und relevantere Gruppierung auszugeben, als sie eigentlich sind. Mit Aktionen wie dem Graffiti am Linken-Büro tragen sie aber auch mit wenigen Personen zu einem wachsenden Bedrohungsgefühl bei. Auf Social Media inszenieren sie sich zudem in Klamotten von "Kampf der Nibelungen" und in Box-Ausrüstung. Körperliche Gewalt ist demnach nicht auszuschließen. 

Jemanden erkannt? Bei Informationen zu den abgebildeten Personen können diese an fightback[at]no-log.org gesendet werden.