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17. Mai 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am 8. Mai 2026 fand der jährliche Neonazi-Trauermarsch in Demmin (MV) statt. Es fanden sich dort etwa 180, größtenteils lokale, Neonazis ein. Aus Berlin nahm lediglich eine handvoll Neonazis teil. Neben drei AktivistIinnen der "Deutschen Patrioten voran" (DPV) war auch die "Jägertruppe" (JT) vertreten. Auch die "Heimat"-Funktionäre Oliver Niedrich und Sebastian Schmidtke waren vor Ort, letzterer als rechter Streamer. 

Den Neonazis standen etwa zehnmal so viele Gegendemonstrierende gegenüber. 

(Foto: "Rechts im Bild")

14. Mai 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am Vormittag des 09. Mai führte der III. Weg einen Infostand am Helene-Weigel-Platz in Marzahn durch. Die Neonazis verteilten Blumen an Marzahner*innen, in Vorbereitung auf den am nächsten Tag stattfindenden Muttertag. Doch auch die Neonazis sollten sich der Historie des Tages ihres Infostands bewusst sein. Der 9. Mai wird schließlich in vielen Länder der ehemaligen Sowjetunion bis heute als „Tag des Sieges“ über Nazideutschland gefeiert.

12. Mai 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Anfang Mai 2026 berichteten mehrere Zeitungen übereinstimmend, dass die Neonazipartei "Die Heimat" ihre Bundeszentrale in der Köpenicker Seelenbinderstr. 42 zum Verkauf anbietet. Parteifunktionäre bestätigten das Pressevertreter*innen. Die taz schreibt: 

"Eine Annonce, in der das Haus ab sofort zum Verkauf angeboten wird, fand sich kurzzeitig auf der Plattform Immobilienscout, ist inzwischen aber wieder gelöscht. Zu sehen waren dort Fotos des Innenhofs sowie von Räumlichkeiten im Gebäude, von Wohn- und Büroflächen, nicht aber die Außenfassade – wohl auch, um mit dem Verkauf keine Aufmerksamkeit zu erregen. Der Kaufpreis für die Immobilie samt des 736 Quadratmeter großen Grundstücks beträgt demnach 1,5 Millionen Euro."

7. Mai 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am Morgen des 6. Mai 2026 wurden deutschlandweit die Wohnungen von 36 Personen, die maßgebliche Funktionen in den Neonazi-Gruppen "Deutsche Jugend voran" (DJV) und "Jung & Stark" (JS) innehaben, durchsucht. Getroffen hat es natürlich auch DJV-Neonazis in Berlin und Brandenburg, wo der Schwerpunkt der Gruppe liegt. 
Die Polizei ermittelt aufgrund des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung. 
Dabei ging es vorrangig um gewalttätige Angriffe auf politisch andersdenkende und Störaktionen bei CSD-Veranstaltungen. Darüber hatten sich Teile der Durchsuchten als sogenannte "Pädo Hunters" betätigt und dabei vermeintliche Pädophile in Fallen gelockt und verprügelt. 
In Berlin war unter anderem der letzte Wohnsitz des derzeit inhaftierten DJV-Anführers Julian Milz betroffen. 

6. Mai 2026 | Gast

Ende Januar 2026 veröffentlichten wir den zweiten Recherche-Output zu den "Deutschen Patrioten voran". Damals war wenig Aktivität der Gruppierung zu verzeichnen. Die Inhaftierung von Mandy Gietz im September 2025 hatte die (eigenständigen) Gruppenaktivitäten fast vollständig zum Erliegen gebracht. Stattdessen waren einige Rückzüge von vorher aktiven Mitgliedern zu verzeichnen und die Orientierung an deutlich aktiveren Gruppen wie der "Deutschen Jugend Voran" (DJV). Drei Monate später hat, verbunden mit der Haft-Entlassung von Gietz Anfang März, eine Reaktivierung der Gruppierung stattgefunden. Damit einher geht eine Klärung, wer noch zur Gruppe gehört und wer nicht mehr. Wir zeichnen mit diesem dritten Output die aktuelle Lage der Neonazi-Truppe nach und versuchen uns an einer Bewertung. 

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