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2. Juni 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Seit Januar 2011 veröffentlicht diese Seite kontinuierlich Fotorecherchen von Neonazi-Veranstaltungen. Sie bietet damit einen fortlaufenden Überblick über aktive Strukturen und Kader der Berliner Neonaziszene. Anhand der Sammlung lässt sich nachvollziehen, welche Neonazis wann das erste Mal in Erscheinung getreten sind, welche Gruppierungen am aktivsten mit öffentlichen Auftritten in Erscheinung treten und welche Parteien an Bedeutung verlieren.

Es folgt eine Übersicht der bisher veröffentlichten Beiträge:

2. Juni 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am 30. Mai 2026 mobilisierten mehrere Neonazigruppierungen zu einem Protest gegen den CSD in Frankfurt Oder - unter Ihnen die "Sektion Oderland", die Bruderschaft "Wolfsschar", sowie die "Deutsche Patrioten Voran" und "Jägertruppe" aus Berlin. Angemeldet und geleitet wurde die Veranstaltung, die aus einer kleinen Demonstration mit 47 Personen auf dem Gehweg bestand, von Darius Buchholz ("Jägertruppe"), der neben Siegfried Pauly ("Wolfsschar") auch der Hauptredner war. Überregional agierende Neonazigruppierungen hielten sich von der Veranstaltung fern. 

17. Mai 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am 8. Mai 2026 fand der jährliche Neonazi-Trauermarsch in Demmin (MV) statt. Es fanden sich dort etwa 180, größtenteils lokale, Neonazis ein. Aus Berlin nahm lediglich eine handvoll Neonazis teil. Neben drei AktivistIinnen der "Deutschen Patrioten voran" (DPV) war auch die "Jägertruppe" (JT) vertreten. Auch die "Heimat"-Funktionäre Oliver Niedrich und Sebastian Schmidtke waren vor Ort, letzterer als rechter Streamer. 

Den Neonazis standen etwa zehnmal so viele Gegendemonstrierende gegenüber. 

(Foto: "Rechts im Bild")

12. Mai 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Anfang Mai 2026 berichteten mehrere Zeitungen übereinstimmend, dass die Neonazipartei "Die Heimat" ihre Bundeszentrale in der Köpenicker Seelenbinderstr. 42 zum Verkauf anbietet. Parteifunktionäre bestätigten das Pressevertreter*innen. Die taz schreibt: 

"Eine Annonce, in der das Haus ab sofort zum Verkauf angeboten wird, fand sich kurzzeitig auf der Plattform Immobilienscout, ist inzwischen aber wieder gelöscht. Zu sehen waren dort Fotos des Innenhofs sowie von Räumlichkeiten im Gebäude, von Wohn- und Büroflächen, nicht aber die Außenfassade – wohl auch, um mit dem Verkauf keine Aufmerksamkeit zu erregen. Der Kaufpreis für die Immobilie samt des 736 Quadratmeter großen Grundstücks beträgt demnach 1,5 Millionen Euro."

7. Mai 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am Morgen des 6. Mai 2026 wurden deutschlandweit die Wohnungen von 36 Personen, die maßgebliche Funktionen in den Neonazi-Gruppen "Deutsche Jugend voran" (DJV) und "Jung & Stark" (JS) innehaben, durchsucht. Getroffen hat es natürlich auch DJV-Neonazis in Berlin und Brandenburg, wo der Schwerpunkt der Gruppe liegt. 
Die Polizei ermittelt aufgrund des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung. 
Dabei ging es vorrangig um gewalttätige Angriffe auf politisch andersdenkende und Störaktionen bei CSD-Veranstaltungen. Darüber hatten sich Teile der Durchsuchten als sogenannte "Pädo Hunters" betätigt und dabei vermeintliche Pädophile in Fallen gelockt und verprügelt. 
In Berlin war unter anderem der letzte Wohnsitz des derzeit inhaftierten DJV-Anführers Julian Milz betroffen. 

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