6. Januar 2015 | Gemeinsam gegen Rassismus

Für Freitag, den 9. Januar haben Neonazis erneut einen Aufmarsch gegen Geflüchtete im Köpenicker Allende-Viertel angemeldet. Zusammen mit anderen Rassist*innen wollen sie vor das neueröffnete Containerlager in der Alfred-Randt-Straße und die bereits bestehende Geflüchteten-Unterkunft in der Salvador-Allende-Straße ziehen.

Es handelt sich dabei nicht um einen „friedlichen Anwohnerprotest“, sondern auch um gewaltbereite Neonazis. Es wird nicht nur im Internet offen zur Gewalt aufgerufen, sondern es folgen auch Taten: am 19. Dezember versuchten 30 Neonazis eine Solidaritätsdemonstration für Geflüchtete in Köpenick anzugreifen. Dies geschah unter der Führung des Marzahn-Hellersdorfer NPD-Vorsitzenden Andreas Käfer. Dieser ist auch der Anführer der rassistischen Mobilmachung im Allende-Viertel.

BärGiDa eingekesselt

Rund 350 Rassist*innen folgen dem Aufruf des Berliner Pegida-Ablegers BärGiDa zu einer Demonstration vom Roten Rathaus zum Brandenburger Tor. Noch bevor ihre Veranstaltung um 18.30 Uhr offiziell beginnt, sind sie von allen Seiten von 6.000 Gegendemonstrant*innen umzingelt. Kurz vor 21 Uhr fahren die Rassist*innen schließlich nach Hause ohne einen Meter gelaufen zu sein. Bereits um 17 Uhr hatten sich tausende Antifaschist*innen bei einer Demonstration des Bündnis gegen Rassismus eingefunden.

1. Januar 2015 | Gemeinsam gegen Rassismus

Zum zweiten Mal wollen Neonazis und Rassisten am Dienstag, dem 6. Januar 2015 durch Hohenschönhausen marschieren. Ihre Demonstration richtet sich nicht nur gegen das geplante Containerdorf für geflüchtete Menschen im Lichtenberger Ortsteil Falkenberg am nordöstlichen Rand Berlins, sondern gegen Flüchtlinge allgemein. Ihre Statements und Sprechchöre machen aus ihrem Rassismus keinen Hehl. “Wir wollen kein Flüchtlingsheim in Falkenberg, und auch sonst nirgends in Deutschland.” – heißt es in einem Beitrag des dazugehörigen Facebook-Auftritts. Die Organisatoren wollen keine maßvolle Unterbringung von Flüchtlingen, um Wohnungen statt Container oder Mitsprache von Anwohnenden, sondern um die Abschottung und Ausweisung aller Menschen ohne deutschen Pass. Diesem Hass und dieser Ignoranz gegenüber Menschen, die ihr Leben aufs Spiel setzen für den Traum eines besseren und sicheren Lebens, setzen wir eine grenzüberschreitende Solidarität entgegen.
Wir werden deswegen am 6. Januar erneut auf die Straße gehen und der rassistischen Hetze eine klare Absage erteilen.

29. Dezember 2014 | Gemeinsam gegen Rassismus

Update: Das Bündnis gegen Rassismus hat eine Gegendemo ab 17 Uhr beginnend an der Stralauer Str./Ecke Klosterstraße (U2 Klosterstraße) angemeldet.

Am 5. Januar wollen Rassist*innen erneut versuchen Pegida nach Berlin zu bringen. Als BärGiDa rufen sie zu einer Demonstration ab 18:30 Uhr am Alten Stadthaus in der Klosterstraße nahe des Alexanderplatzes auf. Von dort wollen sie über die Spandauer Straße und Unter den Linden zum Brandenburger Tor laufen.

29. Dezember 2014 | Gemeinsam gegen Rassismus

Am 6. Januar 2015 finden wegen der anhaltenden Proteste gegen die geplante Flüchtlingsunterkunft im Hohenschönhausener Stadtteil Falkenberg um 18 Uhr eine antirassistische Kundgebung und Proteste an der Rassisten-Route statt. Gemeinsam wollen wir für eine offene Gesellschaft und gegen Rassismus demonstrieren.

29. Dezember 2014 | Gemeinsam gegen Rassismus

Gestern Abend demonstrierten ca. 250 Antifaschist*innen vom S-Bahnhof Marzahn durch den Marzahner Kiez. Ein Bündnis aus antifaschistischen Gruppen, Parteien und Geflüchteteninitiativen hatte zu der Demonstration aufgerufen.

 

Trotz eisiger Kälte und allgemeiner Feiertagsstimmung stellten sich wieder viele Menschen neonazistischen Umtrieben entgegen. Die Teilnehmer*innen forderten Solidarität mit Menschen auf der Flucht und eine menschenwürdige Asylpolitik. Nazis und Rassist*innen darf kein Raum gegeben werden, wo und wann auch immer sie ihren Hass verbreiten muss antifaschistischer Gegenprotest laut, kreativ und sichtbar organisiert werden.

BerGiDa floppt am Brandenburger Tor

BerGiDa, ein selbsternannter Pegida-Ableger in Berlin, mobilisierte zu einer Versammlung am Brandenburger Tor auf. Nur fünf Personen folgten dem per Facebook verbreiteten Aufruf, wollten sich jedoch gegenüber der Polizei nicht als Verantwortliche ausweisen. Der von der Polizei vorsorglich aufgebaute Kessel aus Hamburger Gittern blieb leer. Eine Anmeldung gab es bis zum Schluss nicht. Einige dutzende Antifaschist*innen beobachteten das Schauspiel.

80 Rassist*innen scheitern am Versammlungsrecht

Rund 80 Rassist*innen, mehrheitlich rechte Hooligans folgten dem Aufruf des Berliner HoGeSa-Ablegers Berlin gegen Asylmissbrauch und linke Gewalt (BerGeAs) und versammelten sich zu einer Demonstration am Abend auf der Rückseite des Eastgate am S-bhf Marzahn. Sie hatten jedoch versäumt die Versammlung korrekt anzumelden und konnten daher nicht laufen. Nach rund einer Stunde brachen sie ihre Kundgebung ab und fuhren frustiert nach Hause.

120 Rassist*innen marschieren

Am frühen Abend marschieren 120 Rassist*innen durch Hohenschönhausen, das angrenzende Dorf Falkenberg und Ahrensfelde. Ein Großaufgebot der Polizei setzt den Aufmarsch gegen die Proteste von 250 Antifaschist*innen durch. Angemeldete Kundgebungen sind hermetisch abgeriegelt, anreisende Antifaschist*innen werden bereits in der Innenstadt mit einer eins-zu-eins-Bullenbegleitung belegt. Zwei Blockadeversuche von kleineren Gruppen werden sofort gewalttätig geräumt.

150 Antifaschist*innen demonstrieren

Erneut ist es 150 Antifaschist*innen mit einer Demonstration einen rassistischen Aufmarsch durchs Allende-Viertel und dieses Mal auch im restlichen Köpenick zu verhindern. Die Rassist*innen verzichten auf einen Aufmarsch, nachdem alle möglichen Routen bereits durch linke Anmeldungen blockiert waren. Stattdessen versuchte eine Gruppe von 30 teilweise vermummten Neonazis die Demonstration anzugreifen. Koordiniert wurde der Angriffsversuch vom Marzahn-Hellersdorfer NPD-Chef Andreas Käfer.

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