Vor allem der Tagesspiegel berichtet heute sachlich aber lückenhaft über die gestrige Demo am Flughafen Schönefeld. Hier der persönliche Gegenbericht eines Teilnehmenden.
Schöneweide ist einer der Hotspots der Berliner Naziszene. Hier haben Schmidtke und Co. ihre Läden – und auch hier kommt es immerwieder zu rassistischen Übergriffen. Wir werden heute den deutschen Deppen den Kiez streitig machen und mit einem antifaschistischen Konzert einer alternativen Jugendkultur unter die Arme greifen.
Als Bands aufm Sonnendeck sind dabei: Tapete (master-of-hartz) / Zizou (rock-disco-pop) / CaeraSol (hear-it-loud) danach legen uff: Lucha Amada (musica sin fronteras) & DJ Schapur (ohrenschmaus)
24. August 2013 | 18.00 Jugendschiff Remili | Am Kaisersteg | Eintritt frei
Am 2.-4. August findet wieder die Biermeile in Friedrichshain statt: Das größte Saufgelage der Welt mit über hunderttausenden BesucherInnen, tausenden Biersorten und in den letzten Jahren auch Neonazis, rechte Hools und anderem unangenehmen Publikum (Bild: Biermeile 2012).
Am 8. Mai 2013, den Tag der Befreiung, organisierte die Berliner NPD eine Kundgebung vor dem Karlshorster Kapitulationsmuseum. Da anschließend eine weitere NPD-Kundgebung in Königs Wusterhausen veranstaltet wurde, übernahmen die Königs Wusterhausener Neonazis um Mike Turau, zusammen mit Sebastian Schmidtke, den Aufbau der Redneranlage.
Eine Infoveranstaltung von Auf die Pelle rücken! – Antifaschistische Plattform für Wedding und Moabit
Die Öffnung der rechten Szene für Einflüsse aus fremden Subkulturen hat zu einer Erweiterung ihres Betätigungsfeldes geführt. Neonazis haben erkannt, dass der Anschluss an Jugendliche nicht mehr allein durch klassischen Rechtsrock und der Aussicht auf politische Aktionen funktionieren kann. Durch den strategischen Zugriff auf fast alle Sparten subkultureller Szenen erhofft man sich einen Zugewinn neuer Sympathisant_innen.
So wie sich im Hardcore der NSHC und im Metal der NSBM etablierte, kommt es nun zu einer eigenen NS-HipHop-Szene. Während der Veranstaltung werden ausgewählte rechte und neonazistische HipHop-Projekte vorgestellt. Weiterhin wird der Frage nachgegangen, worin die Anknüpfungspunkte für die Neonazis bestehen könnten.
12. August 2013 | 19:30 | Fabriktheater Moabit (unter dem Dach der Kulturfabrik Moabit: Lehrter Straße 35, 10557 Berlin)