Abschiebung von Abdoul verhindert!

31. Mai 2014 | News Redaktion

Nächster Abschiebetermin für 3. Juni geplant

Am 28.5. sollte Abdoul, Aktivist der Gruppe "Asylum Rights Evolution", vom Flughafen Berlin-Tegel nach Spanien abgeschoben werden. Über 70 Menschen demonstrierten am Flughafen Tegel friedlich gegen die Abschiebung des asylsuchenden Aktivisten Abdoul Drammé Kaboré nach Madrid. In Verbindung mit einer von UnterstützerInnen der Gruppe "Asylum Rights Evolution" organisierten Öffentlichkeits- und Faxkampagne und der Protestaktion am Terminal C konnte die Abschiebung durch die ausführende Fluggesellschaft Air Berlin bis auf weiteres verhindert werden.

Laut Abdouls Anwalt Volker Gerloff soll der nächste Abschiebeversuch am 3. Juni mit dem Einsatz von Polizei durchgeführt werden, damit Abdoul sich nicht wehren könne.
Abdoul ist einer der 11 Aktivisten, die bis vor einer Woche vor der Berliner Gedächtniskirche friedlich gegen das europäische Abschiebesystem, gegen Dublin II und für ein Bleiberecht demonstriert hatten. Wenige Tage nach dem gescheiterten Versuch, in der Gedächtniskirche Schutz zu erlangen, waren sie vor der Kirche festgenommen worden. Die Polizei und Innensenator Henkel begründeten die Maßnahme mit der Verletzung der Residenzpflicht – das Gesetz, das Geflüchteten das Recht auf Bewegungsfreiheit abspricht und gegen welches die Gruppe aus Sachsen-Anhalt unter anderem demonstriert hatte.

Abdouls Festnahme sowie seine drohende Abschiebung sind Ausdruck eben jener deutschen und europäischen Gesetze, gegen die er demonstriert hat.

Achtet auf weitere Ankündigungen...

Mehr Informationen bei Asylum Rights Evolution

Erstveröffentlichung auf Stressfaktor am 25. August 2019

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