Berlinweit

25. Juli 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Zu dem Spektrum neuer Neonazi-Gruppierungen, die in den letzten Jahren in Berlin entstanden sind, gehört auch die "Jägertruppe Berlin-Brandenburg" (JT). Öffentlich in Erscheinung trat sie erstmals im Oktober 2025 mit ihrem Instagram Account und einem eigenem Transparent bei dem queerfeindlichen Aufmarsch gegen den CSD in Cottbus am 25. Oktober 2025. Mitglieder der Gruppe nahmen in der Folge an diversen Neonazi-Demos teil, erste eigene Anmeldungen erfolgten dann ab Sommer 2026. Wie bei ähnlich strukturierten Gruppen setzte auch die JT von Beginn an auf offensive Bewerbung bei Instagram und verstanstaltete ab Frühjahr 2026 öffentliche Anwärtertreffen. Vernetzung besteht zu anderen extrem rechten (Jugend-)Gruppierungen, sowie zur Partei "Die Heimat". Die JT zeichnet sich durch ein offen nationalsozialistisches Auftreten aus. Ableger gibt es mit der "Jägertruppe Sachsen" und seit Juni 2026 "Jägertruppe Baden-Württemberg".

7. Juli 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Wir stecken mitten in der CSD-Saison. Wie wir in den letzten Jahren beobachten konnten, haben Neonazi-Strukturen Pride-Veranstaltungen immer wieder für eigene queerfeindliche Aktionen genutzt. Zeit also einen Blick auf die diesjährige rechte Mobilisierung in Berlin und Brandenburg zu werfen.

[Die Fotos sind als PDF-Datei herunterzuladen]

7. Juli 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am  3. Juli 2026 mobilisierten die "Deutschen Patrioten voran" (DPV) zu einem Protest gegen eine CSD-Feier in Müncheberg. Es kamen 26 Neonazis, unter anderem von der "Sektion Frankfurt/Oder" und von der "Wolfsschar". Als Redner*in trat Mandy Gietz (DPV) auf. 

15. Juni 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am  13. Juni 2026 mobilisierten mehrere Neonazigruppierungen zu einem Protest gegen den CSD in Eberswalde - unter Ihnen die "Sektion Oderland", die Bruderschaft "Wolfsschar", sowie die "Deutsche Patrioten Voran" (DPV) und "Jägertruppe" aus Berlin. Der Aufmarsch mit 47 Personen durfte wenige hundert Meter hinter dem CSD laufen. Als Redner*innen traten Siegfried Pauly ("Wolfsschar") und Mandy Gietz (DPV) auf. 

2. Juni 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am 30. Mai 2026 mobilisierten mehrere Neonazigruppierungen zu einem Protest gegen den CSD in Frankfurt Oder - unter Ihnen die "Sektion Oderland", die Bruderschaft "Wolfsschar", sowie die "Deutsche Patrioten Voran" und "Jägertruppe" aus Berlin. Angemeldet und geleitet wurde die Veranstaltung, die aus einer kleinen Demonstration mit 47 Personen auf dem Gehweg bestand, von Darius Buchholz ("Jägertruppe"), der neben Siegfried Pauly ("Wolfsschar") auch der Hauptredner war. Überregional agierende Neonazigruppierungen hielten sich von der Veranstaltung fern. 

17. Mai 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am 8. Mai 2026 fand der jährliche Neonazi-Trauermarsch in Demmin (MV) statt. Es fanden sich dort etwa 180, größtenteils lokale, Neonazis ein. Aus Berlin nahm lediglich eine handvoll Neonazis teil. Neben drei AktivistIinnen der "Deutschen Patrioten voran" (DPV) war auch die "Jägertruppe" (JT) vertreten. Auch die "Heimat"-Funktionäre Oliver Niedrich und Sebastian Schmidtke waren vor Ort, letzterer als rechter Streamer. 

Den Neonazis standen etwa zehnmal so viele Gegendemonstrierende gegenüber. 

(Foto: "Rechts im Bild")

12. Mai 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Anfang Mai 2026 berichteten mehrere Zeitungen übereinstimmend, dass die Neonazipartei "Die Heimat" ihre Bundeszentrale in der Köpenicker Seelenbinderstr. 42 zum Verkauf anbietet. Parteifunktionäre bestätigten das Pressevertreter*innen. Die taz schreibt: 

"Eine Annonce, in der das Haus ab sofort zum Verkauf angeboten wird, fand sich kurzzeitig auf der Plattform Immobilienscout, ist inzwischen aber wieder gelöscht. Zu sehen waren dort Fotos des Innenhofs sowie von Räumlichkeiten im Gebäude, von Wohn- und Büroflächen, nicht aber die Außenfassade – wohl auch, um mit dem Verkauf keine Aufmerksamkeit zu erregen. Der Kaufpreis für die Immobilie samt des 736 Quadratmeter großen Grundstücks beträgt demnach 1,5 Millionen Euro."

7. Mai 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am Morgen des 6. Mai 2026 wurden deutschlandweit die Wohnungen von 36 Personen, die maßgebliche Funktionen in den Neonazi-Gruppen "Deutsche Jugend voran" (DJV) und "Jung & Stark" (JS) innehaben, durchsucht. Getroffen hat es natürlich auch DJV-Neonazis in Berlin und Brandenburg, wo der Schwerpunkt der Gruppe liegt. 
Die Polizei ermittelt aufgrund des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung. 
Dabei ging es vorrangig um gewalttätige Angriffe auf politisch andersdenkende und Störaktionen bei CSD-Veranstaltungen. Darüber hatten sich Teile der Durchsuchten als sogenannte "Pädo Hunters" betätigt und dabei vermeintliche Pädophile in Fallen gelockt und verprügelt. 
In Berlin war unter anderem der letzte Wohnsitz des derzeit inhaftierten DJV-Anführers Julian Milz betroffen. 

18. März 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Für Samstag, den 14. März 2026, organisierten mehrere bundesweit aktive Neonazi-Kader um Henrik Ostendorf und Sascha Krolzig einen Aufmarsch für inhaftierte Neonazis in Berlin-Mitte. Der Mobilisierung schlossen sich die Berliner "Heimat" und die "Deutsche Jugend Voran" an. 
Am Potsdamer Platz sammelten sich 126 Neonazis, darunter fünf rechte Streamer*innen und Fotograf*innen. Als Redner traten neben Ostendorf und Krolzig auch Christian Worch, Andreas Storr, Thomas Wulff und Markus Bischoff auf. 

2. Februar 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Recherche-Homepages sind schön und gut, aber wichtiger sind die aktiven Antifa-Gruppen, die die Neonazis auf der Straße zurückdrängen. 
Für alle, die sich informieren wollen und aktiv werden wollen, haben wir hier eine (wahrscheinlich unvollständige) Übersicht zusammengestellt.

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