Berlinweit

27. Januar 2022 | News Redaktion

Seit Ende Dezember 2021 hat die Querdenken-Bewegung ihre Demonstrationsstrategie geändert. Waren zuvor, auch in Berlin, immer mehr Demonstration wegen des Nichteinhaltens von Auflagen verboten worden, wird nun auf „Spaziergänge“ gesetzt. Dadurch, dass in den meisten Fällen auf Transparente verzichtet wird und sich niemand als verantwortlich zu erkennen gibt, versuchen die Pandemie-Leugner*innen so Polizeiliche Maßnahmen und Verbote zu umgehen.
Diese als „Spaziergänge“ getarnten Demonstrationen sind in verschiedenen Teilen des Landes auf mehrere tausend Personen angewachsen. Auch in Berlin in manchen Bezirken Mobilisierungen, die an der tausender Marke kratzten. Auch wenn die Demonstrationen nicht offensichtlich von extrem rechten Akteuren geleitet oder angeführt werden, und auch wenn mitunter ein Großteil der Mitlaufenden sich als bürgerliche Mitte präsentiert, waren Neonazis fast von Anfang an dabei. In einigen Bezirken laufen sie kontinuierlich mit und verteilen Propaganda.

10. Dezember 2021 | NoAfD Berlin

Am morgigen Samstag will die AfD-Jugendorganisation "Junge Alternative" (JA) im Regierungsviertel eine Demonstration gegen Impfungen abhalten. Aus diesem Grund sollen hier die 20 wichtigsten Berliner Kader und AktivistInnen vorgestellt werden, bestehend aus dem Landesvorstand um Vadim Derksen, den Flügel-Chef Thorsten Weiß, AfD-Landesgeschäftsführer und Expolizist Marc Bernicke, Bezirksverordnete der JA und die Berliner Deligierten zum JA-Bundeskongress am 17.4.2021 im hessischen Volkmarsen.

10. Dezember 2021 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am 4.12.21 kam es in Berlin zu mehreren Angriffen auf Journalist*innen. An dem Angriff beteiligt waren auch Akteure der Division MOL, unter anderem Franz Schrandt und Erik Storch.

Die Division MOL ist eine Clique rechter Jugendlicher, die in Märkisch-Oderland in der S5-Region, in Berlin und auch darüber hinaus unterwegs ist. Die Gruppe besteht aus einem mobilisierungsfähigen Umfeld von bis zu 20 Personen, das zwischen 14 und 20 Jahren alt ist. Ein erster Recherche-Artikel ist hier bereits erschienen. Hier gibt es nun neue Infos und Erkenntnisse.

15. November 2021 | News Redaktion

Ermutigt durch die kraftvolle Fightback-Demo am Samstag haben wir in der Nacht auf den 15.11 die Initiative ergriffen und 5 Neonazis der Hammerskins Berlin in ihren Lichtenberger Nachbar*innenschaften bekannt gemacht.
Wir wollen den rechten Mythos um Lichtenberg endlich gebrochen wissen. Während die sichtbaren Strukturen seit den 90ern mit wenigen Ausnahmen nacheinander verschwinden, ist es umso wichtiger die Gruppen offenzulegen, die viel Wert darauf legen geheim zu bleiben. An der Stelle wollen wir exif-Recherche danken, die zu den Strukturen der Hammerskins eine umfassende Recherche veröffentlicht haben:
https://exif-recherche.org/?p=9556#berlin

Bei den Hammerskins Berlin läuft die ganze Suppe der Rechten Szene in Lichtenberg mal wieder zusammen und das schon seit den 1990er Jahren.
Hier finden sich Überreste mehrerer Lichtenberger Kameradschaften und es gibt Verbindungen zur extrem Rechten Fanszene des BFC Dynamo.

11. Oktober 2021 | NoAfD Berlin

19.10.2021, 19 Uhr, Festsaal-Kreuzberg, Am Flutgraben 2, Kreuzberg (Nahe U-Schlesisches Tor)

Auf dem Podium: Aufstehen gegen Rassismus, Kein Raum der AfD und die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin

26. August 2021 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Wie alles begann: Die «Hammerskins Berlin»

Berliner Hammerskins beim Hess-Marsch in Berlin 2018 – Bildrechte: Recherche Nord

Die 1992 gegründeten «Hammerskins Berlin» (HSB) sind der älteste deutsche Ableger der «Hammerskin Nation» (HSN). Sie stellten über viele Jahre die Bundesführung und prägten die Ausrichtung der Hammerskins in Deutschland. Auf ihr Betreiben entstand eine straffe und zentralistische Organisation. Ihre Führungsrolle verloren die Berliner infolge einer Krise in den 2000er Jahren, als das Chapter über einige Jahre kaum aktiv war. Um 2010 erhielten die HSB Zuwachs und ihr Einfluss wurde wieder größer.

14. Juni 2021 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am Samstag, dem 12. Juni 2021, führten die Faschisten vom "III. Weg" von 9 bis 11 Uhr parallel fünf Stände in Lichtenberg durch. Sie fanden an den Bahnhöfen Friedrichsfelde Ost, Tierpark, Storkower Straße sowie am Prerower Platz und in der Weitlingstraße statt. Insgesamt waren mehr als 35 Neonazis aus Berlin und dem Umland an der Aktion beteiligt. Im Zuge des Wahlkampfes tritt der Berliner Verband des "III. Wegs" aus seiner Deckung und versucht - mit Brandenburger Unterstützung - Stärke in den Bezirken zu zeigen. Er offenbart so auch seine Berliner Personalstruktur.

17. Mai 2021 | Gast

Für die Brandanschläge, Bombendrohungen und Angriffe in Spandau ist der Berlner Ableger der neonazistischen Kleinpartei "Der Dritte Weg" verantwortlich zu machen. Diese Attacken sind ihr Beitrag zu einer Rachekampagne, die "Bloud and Honour"-Chef Thorsten Heise ausgerufen hat, nachdem im April eine Reihe von Infrastrukturobjekten der Neonaziszene in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt unschädlich gemacht wurden. Die Neonazis wollen der eigenen Szene jetzt beweisen, dass sie sich solche Eingriffe in ihre politische Arbeit nicht gefallen lassen.

Grund genug einige Berliner und Brandenburger Kader und Aktivist*innen der Partei vorzustellen.

27. März 2021 | News Redaktion

Liebe Genossen und Genoss*Innen,

ein trauriger Anlass diese Zeilen zu Verfassen. Ein mutiger Genosse von uns sitzt seit Sonntag in der JVA Moabit in Untersuchungshaft. Seit 2014 verbüßt der Genosse Adel seine Bewährung in Berlin. Er wurde nie auffällig in dieser Zeit. Es war in unser aller Sinne, dass wir ihn nicht gefährden, um keine weitere Haftstrafe zu riskieren.

12. März 2021 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Durch ein Gerichtsverfahren ist ein weiterer Fall eines Neonazis bekannt geworden, der über einen Schützenverein Zugriff auf Schusswaffen hat. Der Berliner Daniel Meinel klagte im vergangenen Jahr gegen den Entzug seiner Waffenberechtigungskarte. Diese besaß er seit 2017, zwei Jahre später wurde sie ihm entzogen.
Die Behörden begründeten den Entzug mit seine Mitgliedschaft in der verbotenen Lichtenberger „Kameradschaft Tor“ (2005) sowie spätere Neonaziaktivitäten – seine Teilnahme am „Trauermarsch“ in Dresden 2015 und ein Neonazi-Graffiti „Rotfront verrecke“ in Mittenwalde 2016. Meinel behauptete in seinem Widerspruch, er habe sich von der Neonaziszene gelöst und wäre in der KS Tor nur aus persönlichen Gründen (Konflikt mit seinem linken Vater) gewesen. An eine Teilnahme an dem Neonaziaufmarsch könne er sich nicht erinnern. Das Gericht wies diese Ausführungen als Schutzbehauptung ab.

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