Der Brandenburger Landesverband der Neonazi-Partei „Die Rechte“ hat einen Kreisverband für Märkisch-Oderland und Barnim gegründet. Beim Namen lehnt man sich an die 2010 aufgelöste „Kameradschaft Märkisch Oder Barnim“ an. Die „Kameradschaft“ wurde kurz KMOB abgekürzt, auch der neue Kreisverband von „Die Rechte“ soll zukünftig "KMOB" heißen. Das verrät ein Eintrag auf der Internetseite der Partei. Und Chef des neuen KMOB ist der Chef des alten "KMOB": aus Bad Freienwalde (Märkisch Oderland) soll den Kreisverband leiten.
Der KMOB-Flop und seine versuchte Wiederauferstehung
Das Antifaschistische Pressearchiv Potsdam (APAP) hat die Chronik neonazistischer Aktivitäten in Potsdam und Umgebung für das Jahr 2013 veröffentlicht. Die Chronik ist unter anderem auf der Website des APAP einzusehen.
Eine Antifaschistische Recherchegruppe hat die Strukturen und Aktivitäten des organisierten (Neo)nazismus in den brandenburgischen Landkreisen Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Havelland und Potsdam-Mittelmark sowie in den kreisfreien Städten Brandenburg an der Havel und Potsdam dargestellt, analysiert, bewertet und der Antifa Westbrandenburg als Herausgeber zwecks Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.
Die Publikation erfolgt zunächst als 138 seitige Online-Version in PDF (55,6 MB). Sie kann hier eingesehen werden.
Ungefähr 60 Menschen waren am heutigen Vormittag dem Aufruf des Belziger Forums gegen Rechtsextremismus und Gewalt gefolgt und hatten gemeinsam mit Bürgermeisterin Hannelore Klabunde (parteilos) gegen eine Kundgebung der NPD protestiert.
Seit mehreren Jahren führt die Stadt Potsdam in der Gedenkstätte Lindenstraße ausgerechnet am Holocaustgedenktag eine Gedenkveranstaltung durch. Mehrfach haben Opferverbände des NS-Regimes gegen diese Instrumentalisierung der Verfolgten des Naziregimes protestiert und darauf hingewiesen, dass in der Lindenstraße ein würdiger Gedenkort fehlt, der von den überlebenden Opfern des NS-Terrors akzeptiert wird.
„Der Blick „Hinter die Kulissen“ macht uns bewusst, wie Neonazis und ihre Strukturen funktionieren und ist Grundlage antifaschistischer Intervention.“
Die neue Broschüre über „Hinter- und Vordergründe der brandenburgischen Neonaziszene“ versucht, die in den letzten Jahren erschienenen Artikel, Flyer und Broschüren zu ergänzen und einen intensiven Ein- und Überblick in neonazistische Strukturen und rechte Lebenswelten im gesamten Land Brandenburg zu geben.
Bad Freienwalde: Ungefähr 50 Neonazis hetzten gegen Flüchtlingsheim / Bürger_innen und Antifas protestierten
Unter dem Motto „Asylantenheim - Wir sagen nein!“ führte der Landesverband der Partei „Die Rechte“ gestern eine Kundgebung auf dem Markt in Bad Freienwalde (Landkreis Märkisch-Oderland) durch. Angemeldet wurde die Veranstaltung von „Die Rechte“-Landeschef Klaus Mann aus dem 30 Kilometer entfernten Finowfurt (Landkreis Barnim). Er versammelte ungefähr 50 Neonazis, darunter auch Ex-Funktionäre des verbotenen „Frontbann 24“ aus Berlin, Mitglieder der scheinaufgelösten „Kameradschaft Märkisch-Oder-Barnim“ (KMOB) und "Freien Nationalisten Uckermark" sowie einzelnen NPD und JN Aktivist_innen.
100 Nazis bei Demonstration am 21. Dezember in Bestensee // Keine Gegenproteste
Am Sonnabend, den 21. Dezember 2013, marschierten ca. 100 Neonazis unter dem Motto „Das Licht der Hoffnung ist nicht erloschen, Asylwahnsinn stoppen“ durch die Kleinstadt Bestensee bei Königs Wusterhausen (LDS). Im Bestenseeer Ortsteil Pätz sollen im Frühjahr 2014 etwa 150 Geflüchtete in einer Übergangsunterkunft wohnen. Bereits in der Vergangenheit hielten Neonazis eine Demonstrationen und Kundgebungen gegen das Vorhaben ab.
Wartungsarbeiten lassen die Nazis im Dunkeln tapsen
Zum 23. Todestag Amadeu Antonios veröffentlicht der Verein Opferperspektive die Webseite www.todesopfer-rechter-gewalt-in-brandenburg.de, um eine Auseinandersetzung über rechte Gewalt anzuregen, die die Opfer in den Mittelpunkt stellt und zur Neubewertung bisher nicht offiziell anerkannter politischer Tatmotive beizutragen.