Randnotizen zur rechten „Hooligan-Demo“

14. Juni 2016 | News Redaktion

Am 28. Mai 2016 fand in Berlin-Hellersdorf die nunmehr zweite rechte „Hooligan-Demo“ unter dem Motto „Gegen Gewalt an Frauen Männer Kinder und Tiere“ (sic!) statt. Hier versammelten sich 35 Personen auf dem Alice-Salomon-Platz, die den Ort nach einer halben Stunde Wartezeit und einer Rede von Stephan Böhlke, strammer „Bärgida“-Anhänger und NPD-Kandidat, verließen.
Mit sechs Transparenten und einem PKW, aus dessen Innenraum leiser Techno lief, zog das Grüppchen schweigend die Alte-Hellersdorfer Str. (die eingesetzte 23. Einsatzhundertschaft ließ die Kleinstdemo sogar auf die Straße) bis zum S/U-Bhf Wuhletal entlang.
Hier wurde kurz noch ein abschließendes Grüppchenfoto für die Erinnerung gemacht und die Demo auf der Hälfte der Route beendet.
Die wesentlichen Punkte lassen sich in folgenden zusammen fassen:

  • Die Neonazis Lukas Lippitz, Marcel Reinhard und Kai Schuster guckten sich das Geschehen wie bereits am 19. März 2016 vom „VIWA“  aus an
  • Enrico Schottstädt – der im August 2015 einen Brandanschlag auf die Unterkunft an der Landsberger Allee / Blumberger Damm versuchte, dann beim „Bund Deutscher Hooligans“ heraus flog – ließ sich hier mal wieder blicken
  • Der BMW, bei dem die ganze Zeit drauf geachtet worden ist, dass das Tape auf dem Nummernschild nicht abfällt, wurde natürlich sofort am Endplatz fein säuberlich entfernt und es blitzte ein B-MW 1807 hervor.

Am 19. März diesen Jahres fand die erste rechte „Hooligan-Demo“ von Steven Koeck statt. Hier nahmen noch knappe 50 Rechte teil und auch das „VIWA“ war weitaus gefüllter.
Gegenprotest gab es bis auf eine am Rand stehende Gruppe mit Pappschild nicht. Inwieweit eine dritte Demo dieser Art nochmal stattfinden wird, bleibt abzuwarten.

Erstveröffentlichung auf Antifaschistisches Kollektiv Marzahn-Hellersdorf am 5. Dezember 2019

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