Neukölln

21. April 2012 | Nazis auf die Pelle rücken

Es war ein deutliches Zeichen gegen Neonazis und rassistische Gewalt, dass etwa 900 Antifaschist_innen am Freitagabend im als Schwerpunkt der Neonaziszene geltenden Süden Neuköllns setzten. Die Demonstration, die vom U-Bahnhof Lipschitzallee zum U-Bahnhof Rudow zog, stand unter dem Motto „Zeit zu Handeln! Keine „ Homezone“ für Nazis und Rassist_innen!“. Die Teilnehmer_innen ließen sich dabei von einer zeitgleich stattfindenden Neonazidemo nicht aus dem Takt bringen und setzten eigene Akzente. Knapp fünfzig Nazis mussten mit ihrer Demonstration in den Tempelhofer Ortsteil Marienfelde ausweichen. Auch dort wurden sie von massiven Protesten begleitet und konnten ihren Aufmarsch am Ende nicht wie geplant durchführen. Unterdessen sind weitere antifaschistische Aktionen in Südneukölln bereits in Planung.

13. April 2012 | Nazis auf die Pelle rücken

Update (13.04.): Zu der Nazi-Demo sind weitere Details bekannt. Sie wollen sich wohl ab 18.30 an der Kreuzung Marienfelder Allee/Nahmitzer Damm sammeln. Die Route führt dann laut Informationen des Tagesspiegels durch den Kruseweg. Eine Route durch Neukölln haben sie wohl bei der Stadt nicht durch bekommen. Stattdessen jetzt also Marienfelde im äußersten Süden Berlins. Gegenproteste werden von lokalen Initiativen organisiert. Anlaufpunkte sind 17 Uhr das Gemeindezentrum Dorothee-Sölle-Haus an der Waldsassener Straße 9 und 18 Uhr eine Kundgebung am Flüchtlingswohnheim in der Marienfelder Allee 66-80. 


+++ Antifa-Demo: 13.04. 17:30 Uhr U-Bhf Lipschitzallee +++ Neuköllner Nazis versuchen Ablenkungsmanöver +++ Antifaschistische Mobilisierung geht weiter +++ Vorfeldveranstaltungen voller Erfolg

4. April 2012 | Nazis auf die Pelle rücken

Der Frühling fängt nicht gut an für die Neuköllner Neonaziszene und einiges spricht dafür, dass es in nächster Zeit nicht besser wird. Antifaschist_innen zerren mittels hunderter verklebter Aufkleber in ihrem Wohnumfeld die Namen und Gesichter von lokalen Führungskadern aus der Anonymität. Zugleich fallen diesen ihre Gewaltaktionen der letzten Monate in Form von Hausdurchsuchungen und Anklagen auf die Füße. Einen von Neuköllner Neonazis als Treffpunkt angemieteter Bunker wurde ihnen in Folge zivilgesellschaftlichen Drucks gekündigt. Die antifaschistische Mobilisierung zur Demonstration am 13. April 2012 geht derweil in die heiße Phase.

19. März 2012 | Nazis auf die Pelle rücken

Obwohl viele gleichzeitig für die NPD aktiv sind, ist die Neuköllner Neonaziszene geprägt vom militanten Habitus der „Autonomen Nationalisten“. Angriffe auf Politische Gegner_innen, deren Einrichtungen und das was sie dafür halten gehören fest zum Repertoire der Rudower Kamerad_innen. Seit August 2009 kommt es auch im als alternativ geltenden Nordteil des Bezirkes vermehrt zu neonazistischen Anschlägen auf linke Projekte. Höhepunkte der Angriffswelle waren zwei Brandanschläge auf ein Jugendzentrum der „Falken“ im Juni und November letzten Jahres.

29. November 2011 | Nazis auf die Pelle rücken

Neonazis zünden Jugendzentrum an: Zeit etwas zu tun!
Antifaschistische Kundgebung | 03.12.11 | 12 Uhr | U-Bhf. Britz-Süd (U7)

Ausgerechnet am Morgen des 9. November 2011, dem 73. Jahrestag der Pogromnacht 1938, versuchten Neonazis zum zweiten Mal in diesem Jahr das Anton Schmaus-Haus am U-Bahnhof Britz Süd anzuzünden. Nur die Tatsache, dass Bauarbeiter_innen das Feuer frühzeitig entdeckten, hat Schlimmeres verhindert. Das Anton Schmaus-Haus muss trotzdem vorerst weiter geschlossen bleiben.

Das Jugendzentrum ist Neuköllner Neonazis schon seit längerem ein Dorn im Auge. Hier werden Ideen weitergegeben, die nicht in das völkisch-menschenverachtende Weltbild von Neonazis passen. Sie beschmierten das Anton Schmaus-Haus mehrmals mit Hakenkreuzen und anderen Symbolen und Sprüchen. Im Juni dieses Jahres versuchten sie zum ersten Mal das Haus anzuzünden.

 

16. November 2011 | Nazis auf die Pelle rücken

Am Morgen des 9. November verübten Neonazis zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres einen Brandanschlag auf das Anton-Schmaus Haus des linken Jugendverbandes „Die Falken“ am U-Bahnhof Britz-Süd. Wahrscheinlich zwischen 6 und 7 Uhr platzierten die Täter_innen Brandbeschleuniger an mehreren Stellen der Fassade des Jugendzentrums in der Gutschmidtstraße. Bereits in der Nacht vom 26. zum 27. Juni dieses Jahres versuchten Neonazis das Haus auf ähnliche Weise anzuzünden. Damals wurde das Gebäude so schwer beschädigt, dass die Einrichtung ihre Arbeit vorübergehend einstellen musste. Im Dezember sollte diese wiedereröffnen. Die Neonazis müssen gewusst haben, dass im Anton-Schmaus Haus auch regelmäßig Kinder-und Jugendgruppen übernachten. Ihre Tat ist menschenverachtend und nimmt den Tod dieser Kinder und Jugendlichen billigend in Kauf.

Einen ausführlichen Artikel findet ihr bei Indymedia.

19. September 2011 | Nazis auf die Pelle rücken

Die NPD hat es - wie erwartet - nicht in das Berliner Abgeordnetenhaus geschafft. Sie hat, trotz aufwendigem Materialwahlkampf und selbstproduzierter Skandale, 0,5% (knapp 4000 Stimmen) verloren und verfügt nun über 2,1% der Wähler_innenstimmen. Auch in den Bezirken hat sie an Prozenten verloren. In der Bezirksverordnetenversammlung von Neukölln ist sie nicht mehr vertreten. Sie schied mit 2,96% aus der BVV aus. In drei BVVen ist sie weiterhin vertreten. In Lichtenberg (3,7%, minus 2,2% zu 2006) werden nur noch zwei Verordnete sitzen - Manuela Tönhardt und Cornelia Berger. Auch in Marzahn-Hellersdorf hat die NPD Stimmen verloren und erhält mit 4,1% (minus 2,3% zu 2006) zwei Sitze (weiterhin Matthias Wichmann und Karl-Heinz Burkhardt). "NW-Berlin"-Organisator Sebastian Schmidtke hat den Sprung in die Treptow-Köpenicker BVV nicht geschafft. Dort sitzen mit 4,5% (minus 0,8% zu 2006) weiterhin Udo Voigt und Fritz Liebenow. Im Schwerpunktbezirk Pankow, hier kandidierte der Berliner NPD-Vorsitzende Uwe Meenen, schied die NPD mit 2,0% schlechter ab als erwartet. Hier waren bei der letzten Wahl die Republikaner eingezogen.

16. September 2011 | Nazis auf die Pelle rücken

Am Freitag,den 16.09. führte eine Gruppe von Antifaschist_innen zum zweiten Mal im Rahmen der Kampagne "Nazis auf die Pelle rücken" einen Infostand am U-Bahnhof Rudow durch. Zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr wurden Anwohner_innen und Passant_innen mit Redebeiträgen und mitgeführten Transparenten über das Neonaziproblem in Südneukölln informierte und aufgefordert selbst aktiv zu werden. Zudem verteilten Antifas im Umfeld des Standes mehrere hundert Exemplare des Neukölln Infolflyers der Kampagne.Die Notwenidigkeit von antifaschistischem Engagement verdeutlichte die Anwesenheit einer Gruppe von Neonazis auch an diesem Abend. Nachdem die 10-12 Neonazis unter ihnen bekannte "Autonome Nationalisten" aus Rudow, Steglitz und Tempelhof vergeblich versucht hatten die Standbetreuer_innen zu provozieren,zogen sie gegen 19.00 Uhr schließlich ab. Der Imbiss "Ketchup" an der Rudower Spinne, ist insbesondere an Wochenenden nach wie vor ein beliebter Treffpunkt junger aktionsorientierter Kameradschaftler und subkulturell geprägten Neonazis. Dort trinken sie abends ihr Bier, bevor sie in den "Henker" weiterziehen.

24. August 2011 | Nazis auf die Pelle rücken

Donnerstag in Treptow-Köpenick:

Am 18. August trafen sich mehrere Antifaschist_innen am S-Bhf Schöneweide und steckten in Johannistal in der anliegenden Wohngegend die "Info Berlin"-Flugblätter über den Bezirk Treptow-Köpenick in Anwohner_innen-Briefkästen.

Samstag in Neukölln:

Am Samstag,den 20. August, machten sich Antifaschist_innen auf den Weg zum U-Bhanhof Rudow und führten dort einen Infostand durch. Sie nutzen den Stand um Infoflugblätter der Kampagne "Nazis auf die Pelle rücken" zu verteilen und bestückten außerdem Autos und Briefkästen in der Umgebung mit Flyern.Nazis ließen sich über den gesamten Zeitraum von etwa 2 Stunden nicht blicken.Im Anschluss fuhren sie zum U-Bahnhof Wutzkyallee und steckten auch dort mehrere hundert Exemplare der Anwohner_inneninformation "Info Berlin".

11. August 2011 | Nazis auf die Pelle rücken

Mittwoch in Lichtenberg

Am 10.08.2011 kam es im Rahmen der Kampagne „Nazis auf die Pelle rücken – Antifaschismus praktisch machen!“ zu einer Verteil- und Plakatier-Aktion in Berlin-Lichtenberg. Die Antifaschist_innen verteilten Info-Material der Kampagne, klebten Aufkleber mit linkem Inhalt und „Antifa-Area“-Plakate. Ein bundesweit bekannter Neonazi, der meinte auf dem Fahrrad vorbeifahrend zu provozieren, erhielt ein antifaschistischen Platzverweis.

Mittwoch in Neukölln

Heute gab es in Neukölln eine weitere Aktion im Rahmen der Kampagne „Nazis auf die Pelle rücken“. Antifaschist_innen waren in Britz und Gropiusstadt unterwegs und steckten mehrere hundert Exemplare des Bürger_inneninformationsflyers „Berlin Info“ in dortigen Briefkästen. Sie nutzen außerdem die Gelegenheit Nazipropaganda in der Gegend zu entfernen und ersetzten diese durch antifaschistische Aufkleber.

Seiten