Berlinweit

14. August 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Anfang Mai wurde die dritte Recherche zu den "Deutschen Patrioten voran" (DPV) veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich bereits eine Reaktivierung der Nazigruppe um die aus der Untersuchungshaft entlassene Mandy Gietz ab. Die Mobilisierungen gegen CSDs in Brandenburg haben dabei eine wichtige Rolle gespielt. Gemeinsam mit der Berliner "Jägertruppe" (JT) und den Brandenburger Gruppierungen "Wolfsschar" und "Sektion Oderland" wurden Proteste gegen die CSDs in Frankfurt/Oder, Eberswalde und Müncheberg organisiert. 

31. Juli 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Im Vordergrund der Berichterstattung über den Berliner CSD 2026 steht derzeit der schreckliche islamistische Anschlag, der einer Mutter aus Polen das Leben kostete und viele weitere Personen verletzt und traumatisiert zurück ließ. 
Im Vorfeld gab es weitere queerfeindliche Angriffe. So wurde auf Teilnehmende mit einer Airsoftpistole geschossen und erneut gab es Störaktionen von Berliner Neonazis. Um diese einzuordnen, gibt es hier einen Rückblick auf die Neonazi-Aktionen der letzten Jahre. 

Die Vorgeschichte
Am 27. Juli 2023 versuchte eine zehnköpfige Gruppe von Neonazis am Alexanderplatz abströmende Teilnehmer*innen des Berliner CSDs gewalttätig anzugreifen. Sie waren vermummt und mit Glasflaschen bewaffnet. Zwei Späher sicherten die Aktion nach außen ab. Die Angreifer konnten als Mitglieder des „III. Weg Berlin“ identifiziert werden. 
[Artikel 2023]

31. Juli 2026 | News Redaktion

Heute, am 31.07.2026, möchten wir der Jungnazi Anastasia Gietz zu ihrem Geburtstag gratulieren. Sie ist bereits seit mehr als eineinhalb Jahren in der Neonaziszene aktiv. Einen nicht unerheblichen Einfluss spielt dabei auch ihre Mutter Mandy Gietz. Beide sind Mitglieder der Gruppe „Deutsche Patrioten Voran”, die regelmäßig mit lächerlichen Demonstrationen gegen CSD`s versucht, auf sich aufmerksam zu machen.Dabei wird ihre Mutter Mandy nicht selten aufgrund von Bewaffnung, Beleidigung oder anderen Straftaten festgenommen. Auch Anastasia wurde schon häufiger festgenommen, meist zeitgleich mit ihrer Mutter.

27. Juli 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Gegen den Berliner CSD hatten die Neonazigruppen "Deutsche Patrioten voran" (DPV) und "Jägertruppe" (JT) zwei Protestkundgebungen angekündigt. 
Es erschienen insgesamt 18 Neonazis am Potsdamer Platz. Dort wurde Mandy Gietz festgenommen, weil sie einen Elektroschocker mit sich führte. Ihre Tochter Susen Gietz war anwesend, nahm aber nicht an der Kundgebung teil. Anders als ihre zweite Tochter Anastasia, die mit 7 weiteren DPVler*innen die Kundgebungsstruktur stellten (u.A. Henning Klaus Gewald, Luca Sabransky, Luca Nitschke, Jason Hammerstein). 

25. Juli 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Zu dem Spektrum neuer Neonazi-Gruppierungen, die in den letzten Jahren in Berlin entstanden sind, gehört auch die "Jägertruppe Berlin-Brandenburg" (JT). Öffentlich in Erscheinung trat sie erstmals im Oktober 2025 mit ihrem Instagram Account und einem eigenem Transparent bei dem queerfeindlichen Aufmarsch gegen den CSD in Cottbus am 25. Oktober 2025. Mitglieder der Gruppe nahmen in der Folge an diversen Neonazi-Demos teil, erste eigene Anmeldungen erfolgten dann ab Sommer 2026. Wie bei ähnlich strukturierten Gruppen setzte auch die JT von Beginn an auf offensive Bewerbung bei Instagram und verstanstaltete ab Frühjahr 2026 öffentliche Anwärtertreffen. Vernetzung besteht zu anderen extrem rechten (Jugend-)Gruppierungen, sowie zur Partei "Die Heimat". Die JT zeichnet sich durch ein offen nationalsozialistisches Auftreten aus. Ableger gibt es mit der "Jägertruppe Sachsen" und seit Juni 2026 "Jägertruppe Baden-Württemberg".

7. Juli 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Wir stecken mitten in der CSD-Saison. Wie wir in den letzten Jahren beobachten konnten, haben Neonazi-Strukturen Pride-Veranstaltungen immer wieder für eigene queerfeindliche Aktionen genutzt. Zeit also einen Blick auf die diesjährige rechte Mobilisierung in Berlin und Brandenburg zu werfen.

[Die Fotos sind als PDF-Datei herunterzuladen]

7. Juli 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am  3. Juli 2026 mobilisierten die "Deutschen Patrioten voran" (DPV) zu einem Protest gegen eine CSD-Feier in Müncheberg. Es kamen 26 Neonazis, unter anderem von der "Sektion Frankfurt/Oder" und von der "Wolfsschar". Als Redner*in trat Mandy Gietz (DPV) auf. 

15. Juni 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am  13. Juni 2026 mobilisierten mehrere Neonazigruppierungen zu einem Protest gegen den CSD in Eberswalde - unter Ihnen die "Sektion Oderland", die Bruderschaft "Wolfsschar", sowie die "Deutsche Patrioten Voran" (DPV) und "Jägertruppe" aus Berlin. Der Aufmarsch mit 47 Personen durfte wenige hundert Meter hinter dem CSD laufen. Als Redner*innen traten Siegfried Pauly ("Wolfsschar") und Mandy Gietz (DPV) auf. 

2. Juni 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am 30. Mai 2026 mobilisierten mehrere Neonazigruppierungen zu einem Protest gegen den CSD in Frankfurt Oder - unter Ihnen die "Sektion Oderland", die Bruderschaft "Wolfsschar", sowie die "Deutsche Patrioten Voran" und "Jägertruppe" aus Berlin. Angemeldet und geleitet wurde die Veranstaltung, die aus einer kleinen Demonstration mit 47 Personen auf dem Gehweg bestand, von Darius Buchholz ("Jägertruppe"), der neben Siegfried Pauly ("Wolfsschar") auch der Hauptredner war. Überregional agierende Neonazigruppierungen hielten sich von der Veranstaltung fern. 

17. Mai 2026 | Fight Back - Antifa Recherche Berlin-Brandenburg

Am 8. Mai 2026 fand der jährliche Neonazi-Trauermarsch in Demmin (MV) statt. Es fanden sich dort etwa 180, größtenteils lokale, Neonazis ein. Aus Berlin nahm lediglich eine handvoll Neonazis teil. Neben drei AktivistIinnen der "Deutschen Patrioten voran" (DPV) war auch die "Jägertruppe" (JT) vertreten. Auch die "Heimat"-Funktionäre Oliver Niedrich und Sebastian Schmidtke waren vor Ort, letzterer als rechter Streamer. 

Den Neonazis standen etwa zehnmal so viele Gegendemonstrierende gegenüber. 

(Foto: "Rechts im Bild")

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